Oeventrop ist mit 6464 Einwohnern (Stand: 30. Juni 2011) der viertgrößte Stadtteil der Stadt Arnsberg, die insgesamt ca. 75000 Einwohner hat. Das Wappen von Oeventrop, das auch die Fahne und das Wappen unserer Schützenbruderschaft ziert, wurde Oeventrop im Jahre 1957 durch den Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen verliehen und anlässlich der 725-Jahr-Feier des Ortes überreicht. Der Schrägbalken mit den 3 Rauten stellt die Dreidorfgemeinschaft bestehend aus den Einzelortsteilen Dinschede (1366 Einwohner), Glösingen (2829 Einwohner) und Oeventrop (2269 Einwohner). Der Abtstab verweist auf das Kloster in Rumbeck, dem direkten süd-westlich gelegenen Nachbarort von Oeventrop.
Aus dem Buch von Carl Kessemeier „ Die Ruhrdörfer“ erschienen 1982 im Strobel Druckverlag in Arnsberg (bearbeitet von Dr. Siegfried Kessemeier) geht zur Geschichte von Oeventrop u.a. folgendes hervor:
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Die Geschichte der 3 Ruhrdörfer begann erstmals durch Ausstellung einer Urkunde vom 8. März 1232, in der die Dörfer in einem Rechtszusammenhang genannt werden. Damals hießen die Dörfer noch „Overerdorp“, „Dinterscede“ und „Clusinchem“. Erzbischof Heinrich von Köln übertrug in dieser Zeit in einer Urkunde die Zehnten in diesen Dörfern, auf die der Edelherr Herrmann von Rüdenberg verzichtet hatte, auf das Kloster Wedinghausen. Der Kern der alten Dörfer basierte auf 5 Bauernhöfen in Oeventrop, 6 Höfen in Dinschede und 5 Höfen in Glösingen. Was die Ortsnamen der Ruhrdörfer bedeuten, ist am besten aus den ursprünglichen Formen zu erkennen. „Overerdorp“ ist dabei gleichzustellen mit „oberes Dorf“ im Gegensatz zu „Uentrop“ „unteres Dorf“. „Uentrop“ ist heute der westlich gelegene Nachbarort von Oeventrop. Während bei dem Namen „Dinterscede“ für Dinschede der erste Bestandteil des Namens unklar bleibt ist der Zweite (scede = Scheide) sogleich aus der Lage dieses Ortsteiles verständlich, der hart unterhalb einer Bergscheide (dem Kamm des Arnsberger Waldes mit Plackweg) liegt. Bei dem Namen für Glösingen „Clusinchem“ ist in dem zweiten Bestandsteil des Namens deutlich das Wort für „Heim“ erkennbar.
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Im Rahmen der kommunalen Neugliederung im Jahre 1975 wurde das bis dahin eigenständige Oeventrop ein Ortsteil der Stadt Arnsberg. Die Bevölkerungsentwicklung von Oeventrop nahm im Laufe der Jahrhunderte ständig zu. Nachzulesen ist eine Zahl von 473 Einwohnern im Jahre 1818 über 1.986 im Jahre 1901 zu 4.956 im Jahre 1950 bis zu 6532 Einwohnern heute.
Unser Dorf zeichnet sich auch durch das große Engagement sehr vieler Einwohner in vielen Orts- vereinen und -verbänden aus. Neben der „Schützenbruderschaft St. Sebastianus Oeventrop“ zählt vor allem auch der „Turn- und Sportverein Oeventrop 1896 e.V.“ über 2000 Mitglieder. Das umfangreiche Sportangebot des TUS Oeventrop wird repräsentiert durch die Abteilungen Fußball, Handball, Leichtatlethik, Turnen+Freizeitsport, Tennis, Tischtennis, Skifahren, Radsport, Schwimmen, Judo sowie Gesundheitssport + Rehablitation. Den Sportlern stehen hierfür 3 Sporthallen, ein Kunstrasen- und ein Ascheplatz zur Verfügung.
Im Erziehungs- und Bildungsbereich verfügt unser Dorf über eine Grundschule, eine Hauptschule und 3 Kindergärten. Die musikalische Prägung erhält Oeventrop durch den „Musikverein Oeventrop“, das „Freiwillige Tambourkorps Oeventrop“, den „Kolpingchor Oeventrop“, den „Frauensingkreis“ sowie den „Kinder- und Jugendchor Oeventrop“. Für Sicherheit sorgt die „Freiwillige Feuerwehr Oeventrop“ mit insgesamt 3 Einsatzfahrzeugen.